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NaturFreunde Hildesheim

 
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    Unser Ortsgruppenvorstand:

    1. Vorsitzender: Klaus Hoffmann Am Neuen Teiche 96
    D-31139 Hildesheim
    Tel:   05121 45908
    Kassiererin: Ute Wegener Kreuzacker 4a
    D-31177 Harsum / Asel
    Tel:   05127 3412
    Schriftführer (i.V.): Heinz-Dieter Lüders Kurt-Degener-Ring 57
    D-31141 Hildesheim
    Tel:   05121 86630

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    Die Ortsgruppe Hildesheim - ihre Entstehung und ihr Wirken

    Die Wiege der Naturfreundebewegung liegt im Wienerwald. Bei einer Wanderung durch den Wienerwald spricht der Schullehrer Georg Schmiedl mit seinem Wandergesellen Katz über das 'Arbeiterwandern'. Auf eine Annonce, die am 22./23. und 24.März 1895 in der Wiener 'Arbeiter - Zeitung' erscheint, melden sich bei Georg Schmiedl der stud.- phil. Musikgruppe der NaturFreunde Hildesheim und Alfeld 1997Josef Rohrauer, der Metallarbeiter Alois Rohrauer und der stud.-jur. Karl Renner, der spätere Saatskanzler und Bundespräsident. Diese zeigen Interesse an der zu gründenden touristischen Gruppe. Am 16. September 1895 findet im 'Goldenen Luchsen' in Wien die Gründungsversammlung statt. Als 1. Obmann wird Alois Rohrauer gewählt. Als Symbol für den Verein wird der Handschlag mit drei Alpenrosen gewählt (nach einem Entwurf von Karl Renner). Dieses Symbol soll die Solidarität darstellen. Bereits am 15. Juli 1897 erscheint die erste Zeitschrift 'Der Naturfreund'. Im Januar 1900 wird, auf Antrag der Ortsgruppe Graz der Ruf 'Berg frei' zu Gruß des gesamten Vereins. Das Ziel der Bewegung ist, auch für Arbeiterfamilien erschwingliche Ferien zu ermöglichen. Bereits 1900 wird in Wien das erste Naturfreundehaus eröffnet.Um 1910 siedelt sich der Wiener Schriftsetzer Josef (Pepi) Spindler, der eine Anstellung beim Gerstenbergverlag erhielt, in Hildesheim an. Er bringt auch die Idee und den Gedanken der Naturfreunde aus Wien nach Hildesheim. Zusammen mit seiner Ehefrau Frieda, dem Ehepaar Auguste und Paul Buchta, Fritz Willhausen, Frieda Hoppe und Karl Walther gründete er am 06.02.1913 die Ortsgruppe Hildesheim. Die erste Versammlung fand im Gewerkschaftshaus, in der Goschenstraße, am 23.04.1913 statt. Bei dieser Versammlung wird er, Pepi Spindler, auch als 1. Obmann gewählt. Kassierer wurde Karl Walther und Schriftführerin wurde Frieda Hoppe.

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    Am 15.03.1915 wird die 1. Generalversammlung abgehalten. Trotz der Anschaffung einer naturwissenschaftlichen Bibliothek, berichtet Karl Walther von einem guten Kassenbestand.

    Hildesheimer Seniorinnen 1997Im Jahre 1919 wechselt der Vorstand. Neuer Vorsitzender wird Karl Eberhard. Seine Stellvertreter wurden das Ehepaar Auguste und Paul Buchta.

    Schon bald keimt der Gedanke auf, ein Naturfreundehaus (Hütte) zu bauen. Viele Hürden mussten überwunden werden. Als alle Probleme überwunden waren, konnte 1920 mit dem Bau der Hütte begonnen werden. Die Stadt Hildesheim verpachtete den Naturfreunden ein Grundstück im Hildesheimer Wald. Name des Flurstücks: Kaninchenbrink. In mühevoller ehrenamtlicher Arbeit wurde das Naturfreundehaus 1922 fertiggestellt. Als die Hütte, trotz des großen Widerstandes der Jagdpächter, ende August genehmigt wurde, feierte man am 27.08.1922, voller Stolz, die Einweihung. Im Obergeschoss befinden sich 2 Räume, mit 30 Betten. Den Tag der Einweihung wird sicherlich das treueste Mitglied der Ortsgruppe, Erna Rudolph, nicht vergessen. Haben doch ihre Eltern, die damals 10 - jährige 'klein Erna', 1922 bereits als Mitglied angemeldet.

    Am 06.02.1923 wurde das 10 - jährige bestehen der Naturfreunde in Hildesheim gefeiert.

    Am 05.05.1923 ist Pepi Spindler wieder 1. Vorsitzender geworden. Er blieb es bis zum 31.07.1933. Dem schwärzesten Tag in der Naturfreundebewegung. Das NS Regime verbot die Naturfreundebewegung in ganz Deutschland. Alle Häuser wurden enteignet. Am 14. Februar 1934 werden auch die Naturfreunde in Österreich verboten. Mit dem Verbot der Naturfreunde in Hildesheim gründet sich gleichzeitig der 'Hildesheimer Wanderverein'.

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    Von 1933 bis 1934 diente das Naturfreundehaus nun als Baubüro für die Trillke - Werke (Bosch). Von 1935 bis 1945 war in der Hütte ein NS Kindergarten untergebracht. Nach dem Krieg wurde das Haus durch drei polnische Familien besetzt.

    Wanderung der NaturFreunde Hildesheim in den Harz im Sep. 1997Im Dezember 1945 wird ein Aufruf von Ernst Wolter, Willy Klingenberg und Paul Buchta in der Hildesheimer Presse veröffentlicht, sich dem Verein 'Die Naturfreunde' wieder anzuschließen. Im Frühjahr 1946 findet in der Gaststätte Seidler (in der Peiner Str.) die Versammlung zur Neugründung des Vereins statt. Ernst Wolter wird als 1. Vorsitzender gewählt. Paul Buchta wird Kassierer und Willy Klingenberg Schriftführer.

    Die Mitglieder trafen sich in Gaststätten (Gaststätte Günther in der Steuerwalder Str.). Es dauerte bis Juni 1948, bis der Verein, auf Vermittlung der britischen Besatzungsmacht, das Haus zurückbekam. Es befand sich in einem schlimmen Zustand. Die Fenster waren zerschlagen und mit Brettern vernagelt. Die Küche wurde als Ziegenstall benutzt. Die Zisterne war einen Kloake. So manchem Naturfreund blutete das Herz, als er das Haus wiedersah. Nun erst recht, dachten viele. In wochenlangen, unermüdlichem Einsatz wurde das Haus in einen menschenwürdigen Zustand versetzt. Erst danach konnte es seinem ursprünglichen Zweck wieder übergeben werden. Zu tun gab es immer wieder etwas. So wurde 1957 ein 300 Meter langer Graben für den Wasseranschluss ausgehoben. Ein Jahr später konnte man das Haus an das Stromnetz anschließen. Nachdem 1963 in einer feierlichen Veranstaltung , mit dem damaligen Niedersächs. Sozialminister Partzsch, das 50 - jährige Bestehen der Hildesheimer Naturfreunde gefeiert wurde entstanden bald neue Pläne für das Haus. So hat man in den Jahren 1964 bis 1970 modernisiert, um- und dazugebaut. Aus den zwei Schlafräumen wurden 6 Zimmer mit insgesamt 26 Betten. Der Tagesraum wurde vergrößert. Die Toiletten und Waschgelegenheiten wurden ins Haus gelegt. Eine Ölzentralheizung wurde installiert.

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    Aber kaum war das Haus nach dem Umbau seiner Bestimmung übergeben, mehrten sich die Beschwerden, dass das Haus von den eigenen Mitgliedern nicht benutzt werden durfte, da es meistens vermietet war.

    Aber auch dafür fand man eine Lösung. Unter der Terrasse baute man einen weiteren Aufenthaltsraum für die eigenen Mitglieder, wenn das Haus vermietet ist. 1980 wurde er seiner Bestimmung übergeben.

    Hildesheimer NaturFreunde bei einer Wanderung durchs Ilsetal im Sep. 1997Heute ist das Haus eine Stätte der Begegnung. Es wird von Schulklassen und Jugendgruppen genutzt, die ihre Klassenfahrten hier verbringen. Benachbarte Ortsgruppen mieten gerne das Haus an. Aber auch besondere Geburtstage und Silberhochzeiten werden hier gefeiert. Da das Haus ein wenig versteckt im Wald liegt, gibt es überhaupt keine Probleme mit den Nachbarn.

    Nach dem Krieg wechselte die Vereinsführung einige Male den Vorsitz. So übernahm 1951 Hermann Gläser den Vorsitz von Ernst Wolter. Gläser leitete die Geschicke des Vereins bis 1979. Von 1979 an leitete Horst Neumann den Verein, bis 1982 Bauke de Wrede den Vorsitz übernahm. 1988 löste Wolfgang Heer de Wrede ab. Seit 1994 führt Klaus Hoffmann den Verein.

    Auch die gesamte Naturfreundebewegung hat ihr Aussehen verändert. Sie wird nun NaturFreunde geschrieben, zum Unterschied zu den vielen anderen Vereinen, die sich auch Naturfreunde nennen. Auch die Zeitschrift wechselte den Namen. Von 'Naturfreund' über 'Wandern und Bergsteigen', 'Naturfreude' zur 'NaturfreudIn'. Das Symbol erhielt auch ein anderes Aussehen. Aus dem Händedruck mit den drei Alpenrosen im Kreis, wurde ein offener Händedruck mit 3 Alpenrosen.

    Die NaturFreunde haben heute ca. 650.000 Mitglieder, in 17 Ländern. Allein in Deutschland sind ca. 120.000 Mitglieder der Bewegung angeschlossen. In Niedersachsen sind es ca. 6.000. Die Hildesheimer Ortsgruppe zählt z.Z. ca. 65 Mitglieder. Die NaturFreunde verfügen über ein einmaliges Häuserwerk, mit über 1000 Häusern in Europa, davon fast 500 in Deutschland, das für alle Menschen offen steht.

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Stand: 03.01.2008